Japanische Tattoos

Die japanische Kunst des Tätowierens hat verschiedene Namen. Tebori ist einer von ihnen:
Er beschreibt im Grunde aber die eigentliche
Arbeit des Tätowierens, die traditionelle Form
des 'Hautzupfens', den die Horishi, die Tätowiermeister, ausüben.

Irezumi bedeutet im Grunde das Gleiche, wird aber meist als Synonym für die japanische Ganzkörpertätowierung verwendet, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte. Irezumi ist abgeleitet von 'Ire' (jap.: einführen) und 'Zumi' (jap.: Tinte). Kennzeichnend für das japanische Nihon Irezumi (die schmückende Tätowierung) sind die Helden aus der in Japan bekannten Novelle Suikoden, die vor einem stilisierten Wellen- und Wolkenhintergrund agieren. Wobei heutzutage aber auch häufig Motive aus dem Buddhismus eine Aufnahme in das 'Nihon Irezumi' finden. Wichtig dabei ist, dass sämtliche Motive auf Armen, Beinen und Brust in logischem Zusammenhang stehen, damit ein für Japaner ganzheitlicher, in sich schlüssiger Eindruck der Tätowierung entsteht. Wintermotive dürfen also nicht zu Sommersymbolen, und
ein Drache nicht zu einem Karpfen.

Viele europäische und amerikanische Tätowierer, die sich auf den 'japanischen Stil' spezialisiert haben, übersehen diesen Aspekt und tätowieren ein Kuddelmuddel aus verschiedensten Motiven zu einem japanischen Anzug. Ein japanischer Anzug sieht übrigens tatsächlich einem herkömmlichen Anzug ähnlich. Er schließt am Bauch wie ein Sakko und läuft knapp unter dem Po wie die Frackflügel aus.

Der japanische Meisterstecher Horiyoshi III erläutert: "Für einen
guten Tätowierer reicht es nicht aus, nur die Irezumi-Technik zu beherrschen. Er muß sich sehr gut in der japanischer Geschichte auskennen, in der Mythologie, Buddhismus und Kunst, anders ist es nicht möglich, die Bedeutung und Symbolik der vielen Bestandteile und Motive einer japanischen Tätowierung zu verstehen." Wer einmal mit einer Irezumi-Tätowierungen begonnen hat, ist auf ein Thema festgelegt. Aber das macht dessen Reiz aus.

Die Tätowier-Prozedur schreitet über Jahre konzentriert voran:
"Man muss sich vorstellen, man könnte die Haut abziehen und die ganze Tätowierung komplett betrachten. Dann muss das aussehen wie ein Bild, wie eine Ansicht. Alles muss zusammenpassen." Daher rührt auch eine andere Tradition: ein Irezumi wird in Japan von einem Tätowierer angefangen und beendet und zum Schluss signiert. Es ist Ehrensache, den Tätowierer nicht zu wechseln. Wenn ein Tätowierer mitten drin stirbt, muss der Träger Zeit seines Lebens mit einer unfertigen Tätowierung herumlaufen.

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